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Massimiliano Casacci (kurz: Max) wird von seinen Bandkumpels auch gern "Presidente" genannt, zum einen, weil er Subsonica gegründet hat, einen Großteil der Songs in Casasonica, dem eigenen Tonstudio, produziert und zusammen mit Samuel die Songtexte schreibt, zum anderen, weil er viele organisatorische Angelegenheiten, die die Gruppe betreffen (Interviews, Videodrehs, Promotion usw.), managt. Sein Alter (Max ist fast 10 Jahre älter als seine Bandkollegen) macht ihn außerdem zu einer Mischung aus Vater und älterem Bruder für die anderen vier. Damit ist er sozusagen der Kopf der Band und steht bei Interviews etc. regelmäßig im Mittelpunkt. Auf der Bühne hingegen ist er einfach nur Gitarrist, und zwar einer, der sein Instrument mit einer ganz eigentümlichen Besessenheit spielt. Showeinlagen und Publikumsunterhaltung überlässt er da lieber den anderen.

Ausführliche Beschreibung:

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Max wurde am 11. Oktober 1963 in Turin geboren. Als sich seine Eltern Maddalena und Ferruccio scheiden ließen, zog Max zu seiner Mutter. Er hielt jedoch engen Kontakt zu seinem Vater, der in der Via Po in Turin ein Tonfilmstudio errichtet hatte, in dem Max oft aushielf. Hier sammelte er auch sein erstes Wissen in der Welt der Bild- und Klangaufnahmen. Vorher hatten sich seine musikalischen Erfahrungen darauf beschränkt, mit dem Plattenspieler Spielzeugsoldaten auf der Pink-Floyd-Platte seiner Mutter so lange und so schnell zu drehen, bis nur noch einer als Sieger übrig blieb. Später versuchte sich Max dann selbst an einigen Instrumenten - so spielte er Keyboard, Saxophon, Mandoline, Ukulele und natürlich Gitarre in verschiedenen Bands. Geprobt wurde im Proberaum des katholischen Jugendzentrums, und es folgten bald einige Auftritte im Theater desselben. So kam Max auf den Geschmack und sparte für eine Fender Stratocaster. Seine Mutter bot ihm daraufhin an, seinen Gitarrenunterricht zu bezahlen, damit er sich auch technisch weiterentwickeln konnte.

Nach der Mittelschule besuchte Max zwei Jahre lang eine technisch-wirtschaftlich orientierte Berufsschule und begann danach eine Ausbildung in Fotografie.

Auch musikalisch ging es voran. Mit 16 Jahren spielte Max schon in Kneipen und einmal auch im Turiner Jugendknast, wo er prompt einen Job als Gitarrenlehrer angeboten bekam. Diesen hatte er bis er 18 wurde, denn da musste er zum Bund. Die Zeit beim Militär ließ ihn innerlich reifen, und mit ihm wuchs und veränderte sich auch sein Musikgeschmack. Hörte er früher eher Progressive Rock (z.B. Pink Floyd und Genesis) sowie später auch Jazz Rock (allen voran Weather Report), so wurde seine Aufmerksamkeit nun eher in Richtung Punk, Postpunk und New Wave gelenkt. Als Max klar wurde, dass er Musiker werden wollte, versuchte der seit seiner Kindheit eher schüchterne junge Mann, Kontakte zur Turiner New-Wave-Szene zu knüpfen, was ihm auch gelang. So spielte er einige Konzerte mit dem Duo - sodann Trio - Carmody und bewarb sich erfolgreich als Bassist bei Deafear, der einzigen Turiner New-Wave-Band, die auch international von sich Reden machte, da sie einmal im Vorprogramm der Psychedelic Furs aufgetreten waren.

Da das Geld, das Max bei den Auftritten mit Deafear verdiente, reichte jedoch hinten und vorne nicht, so dass er wieder bei seinem Vater im Studio jobbte, wo er als ausgebildeter Fotograf Film- und Tontechniker, Elektronikassistent und Mädchen für alles arbeitete. Dies führte dazu, dass er sich - mit etwas neuer Technik bestückt - als Produzent für Turiner Bands anbot. Er schrieb sich auch für kurze Zeit in der Uni ein, wo er Francesco Caudullo kennen lernte, damals Frontman der Dark-Wave-Gruppe Suicide Dadà. Mit diesem gründete Max das Musikprojekt A Mad In Prague, das allerdings nur ein Projekt blieb. Danach versuchte er sein Glück als Bassist und Tontechniker bei The Difference und später bei Misfits, dem neuesten Projekt von Gigi Restagno. Kurze Zeit später bot sich Max die Chance, drei Monate mit einem kubanischen Orchester und dessen Musikspektakel "Tropicana de Cuba" auf Tour zu gehen. Als er zurückkam, half er seinem Kumpel Francesco Caudullo, der sich in der Zwischenzeit in Mada Madaski umbenannt hatte, bei den Aufnahmen zum dritten Album seiner Reggae-Band Africa United. Während der folgenden Tournee trat Max der Band als Gitarrist bei, und es begann ein komplett neues Abenteuer.

Sechs Jahre spielte Max bei Africa United, die sich bald in Africa Unite umbenannten. Mit ihnen veröffentlichte er zwei Studioalben und ein Livealbum, produzierte zwei Musikvideos im Studio seines Vaters und tourte durch Jamaika, England und das europäische Festland, Palästina und den Irak. Nebenbei produzierte er andere Bands wie Mau Mau und Fratelli di Soledad. Mit Mau Mau spielte Max auch in Algerien, wo er die Raï-Musik, ein Produkt der musikalischen und kulturellen Umwälzungen, die gerade im Maghreb statt fanden, kennen lernte. Der Raï ist eine Popmusikrichtung, die von den sogenannten "Cheb" gesungen wird. Um sich von anderen Sängern zu unterscheiden, setzen Raï-Sänger deshalb immer ein "Cheb" vor ihren Namen. Auch Max wurde aufgrund seiner Algerientournee von seinen Freunden häufig scherzhaft "Cheb Max" genannt, was sich später zu "C-Max" verkürzte. Dieses Synonym verwendet Max auch heute noch.

Während der Arbeit als Tontechniker im Turiner Musikclub "Hiroshima Mon Amour", wo sich die Turiner Independent-Szene zu den Konzerten der angesagtesten Lokalbands einfand, lernte Max Samuel kennen, der dort mit der Hisonz Street Band auftrat. Er war sofort von Samuels Stimme beeindruckt, so dass er ihm ein Zwei-Personen-Projekt vorschlug, das sich nur auf Elektro-Klänge und Gesang stützte. Etwa zur gleichen Zeit beschloss Max, endgültig bei Africa Unite auszusteigen. Nach acht Jahren, in denen es aufgrund ihrer gegensätzlichen Charaktere ständig Spannungen und unendlich viele Kontroversen zwischen ihm und Madaski gegeben hatte, zog Max die Notbremse und verließ im Januar 1996 endgültig die Band.

Der Ausstieg sollte sich dennoch lohnen, denn er bot Max die Chance, sein neues Projekt mit Samuel, dem sich bald auch Boosta anschloss, in die Gänge zu bringen. Subsonica waren geboren! Und selbst heute noch übernimmt Max bei Subsonica die Arbeiten, die er in der Zeit vor Subsonica schon gemacht hat. Allerdings kümmert er sich seit der Gründung des Aufnahmestudios Casasonica im Jahr 1996, das seit 2004 auch Produktionsstudio ist, nicht mehr nur um die Aufnahmen für Subsonica, sondern ist auch als Produzent für andere, aufsteigende italienische Bands wie Cinemavolta, Sikitikis, SteelA oder Ninjas Zweitprojekt Ellen Ripley tätig. Außerdem organisierte er 2001 die "Notte della Groova" und seit nunmehr drei Jahren das Turiner Traffic Festival, bei dem jedes Jahr im Juni hochkarätige Acts wie Arctic Monekys (2007), Franz Ferdinand, The Strokes, Mano Chao (2006), New Order, Aphex Twin und Eiffel 65 (2005) oder Subsonica, Linea77 und Africa Unite (2004) auftreten. Ab und zu steht er auch selber hinter dem DJ-Pult, sei es nun allein oder zusammen mit Ninja bei ihren selbstorganisierten "Mi casa es sonica"- und "Moova Department"-Abenden.