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Enrico Matta ist bei Subsonica der Guru der Rhythmen, d.h. er spielt Schlagzeug, und das schon seit seinem 8. Lebensjahr. Er spielt sein Instrument so professionell wie kein anderer, und neben seinem Sample- und Sequenzer-Knowhow übernahm der studierte Informatiker auch die Programmierung der kompletten Band-Webseite, auf der Subsonica ihre Fans immer topaktuell über alles informieren, was bandintern und -extern geschieht. Menschlich ist er eher der Ruhepool der Band, denn er schafft es, sich in jeder noch so lauten oder stressigen Situation zu konzentrieren oder aber innerhalb von Sekunden einzuschlafen. Sein Künstlerpseudonym "Ninja", das ihm seine Bandkollegen gleich am Anfang verpasst hatten, steht in diesem Sinne sowohl für Ninjas Schüchternheit (das Wort heißt aus dem Japanischen übersetzt "Jemand im Geheimen/Schattenmensch") als auch für seinen Berufsabschluss (die Abkürzung "Ing." für Ingenieur findet sich als Lautkette im Inneren des Wortes "Ninja" wieder) und die vielen Platten des Londoner Independent-Labels Ninja Tune, die Subsonica damals ununterbrochen hörten.

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Am 24. September 1971 erblickte Ninja in Turin das Licht der Welt, und seine Leidenschaft für die Musik kommt nicht von ungefähr, denn sein Opa leitete die Band von Alba, wo Ninjas Großeltern wohnten. Auch wenn Ninjas Eltern beruflich nichts dergleichen taten - sein Vater war Chefarzt der Kardiologie und seine Mutter pensionierte Italienischlehrerin - so widmeten sie sich in ihrer Freizeit doch umfassend der Musik. Ninjas Vater zum Beispiel spielte Orgel und kümmerte sich ehrenamtlich um Theater- und Kirchenaufführungen, in die er seinen Sohn schon sehr früh mit einbezog. Ninjas Oma entging außerdem nicht, dass sich ihr Enkelsohn musikalisch vor allem für Rhythmen interessierte, so dass sie ihm zu seinem 6. Geburtstag ein Spielzeugschlagzeug schenkte. Als Ninja 8 Jahre alt war, bekam er dann ein echtes und fing an, professionellen Unterricht zu nehmen. Seinen ersten Auftritt, bei dem Ninja seine Lehrerin auf der Schuljahresabschlussfeier trommelnd begleitete, hatte er in der dritten Klasse. Es folgten kleinere Auftritte in der Kirche und bei Stadtfesten in der Turiner Umgebung, und Ninja war enthusiastisch wie nie zuvor, wollte gern perfekt sein.

Seine Begeisterung für das Trommeln führte letztendlich sogar dazu, dass die Familie Matta umziehen musste, da sich die gesamte Nachbarschaft über Ninjas Übungs-Sessions beschwert hatte. Im neuen Heim baute man eine Garage so um, dass keine Geräusche mehr nach außen drangen, und Ninja übte dort nicht nur Schlagzeugspielen, sondern experimentierte auch mit Klavier, Orgel, Keyboard und Atari seines Vaters. Das Üben machte sich bezahlt, denn fünf Jahre später nahm Ninja beim italienischen "Landeswettbewerb für Nicht-Berufsschlagzeuger" teil und gewann, genauso wie im darauffolgenden Jahr. Als er sich ein Jahr später wieder anmelden wollte, baten ihn die Organisatoren, von einer Teilnahme abzusehen. Er war schlichtweg zu gut!

Auf dem Gymnasium lernte Ninja dann ein paar Jungs kennen, mit denen er verschiedene Cover probte und im Schultheater und Kneipen auftrat. Dabei bemerkte er nicht einmal Marianna, die im selben Gebäude wie Ninja Unterricht hatte, allerdings erst später aktiv in sein Leben trat und im Jahr 2000 seine Frau wurde.

10 Jahre vorher machte Ninja sein Abitur und schrieb sich an der Technischen Universität in Turin im Fach Informatik ein. Auf dem Gebiet der Musik hingegen folgten Auftritte in Alba mit seinem Cousin Andrea, später Aufnahmen und Auftritte mit Leonardo Martina und die Einschreibung im Turiner Jazz-Zentrum, wo Ninja auf Samuel und Boosta traf, die ihn als Schlagzeuger für die Hisonz Street Band und 1995 für Boostas neue Band Karamamma anheuerten. Das Neue dabei war für Ninja, dass er nun auch häufig außerhalb des Piemont spielte, und während er sein Schlagzeug früher selbst zum Veranstaltungsort gefahren hatte, reiste man jetzt zusammen im Kleintransporter. An dem Abend, als Boosta Ninja dann vorschlug, einmal wegen jenes "ominösen" neuen Musikprojektes im Casasonica-Tonstudio vorbeizuschauen, probte Ninja gerade zusammen mit Pierfunk, mit dem er (zusammen mit Luca Scarpa) gerade eine neue Coverband gegründet hatte.

Als Boosta ihm kurze Zeit später mitteilte, dass er als Pianist auf einer Kreuzfahrt anheuern wollte, überredete Ninja ihn zu bleiben und tauchte eines Tages wie versprochen im Casasonica-Tonstudio auf. Ihm gefiel die Athmosphäre und der Sound so gut, so dass er einwilligte, sich am Projekt zu beteiligen und den anderen seinen Kumpel Pierfunk als (noch fehlenden) Bassisten vorschlug. Subsonica waren komplett, und mit ihnen die Instrumentierung des typischen Subsonica-Sounds.

In der weiteren Band-Geschichte machte sich der studierte Informatiker dann vor allem durch sein Programmier-Know-How einen Namen, denn bereits im Oktober 1998 ging die selbst programmierte Bandwebseite www.subsonica.it online, die bald zum Sprachrohr und zur Kommunikationsbasis der Gruppe wurde. Was die Musik betrifft, so kann man Ninja seit geraumer Zeit auch zusammen mit anderen Musikern live auf der Bühne erleben. Ob mit Max bei den legendären "Mi casa es sonica"- oder "Moova Department"-Abenden oder mit Ex-Subsonica-Bassist Pierfunk und den befreundeten Musikern Verror, Mc Victor, Ale Bavo und Mc Sukko beim Projekt LN Ripley - Ninja überzeugt nicht nur als Drummer, sondern auch als DJ.