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Samuel, mit vollständigem Namen Samuel Umberto Romano, ist der Sänger und unermüdliche Frontman von Subsonica. Seine leicht nasale Stimme, deren Klang je nach Lied von sanft und melodiös bis rauh und kräftig variiert, ist das unverkennbare Markenzeichen der Band. Um seinen Gesang optimal zur Geltung zu bringen, hat er sich sogar ein ganz individuelles Mikro gebastelt, das aus drei Einzel-Mikrofonen besteht. Auf der Bühne gibt Samuel alles - er singt, springt und tanzt sich die Seele aus dem Leib und spornt die Zuschauer immer wieder an mitzumachen. Doch auch im Studio sprüht der 37-Jährige nur so vor Energie und Kreativität. Er und Max schreiben nämlich einen Großteil der Subsonica-Songs zusammen.

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Samuel wurde am 7. März 1972 in Turin geboren. Sein Vater arbeitete als Vertreter für Kleidung, seine Mutter schmiss den Haushalt und kümmerte sich um Samuel und seine zwei älteren Geschwister. Seine Leidenschaft für die Musik hat Samuel schon sehr früh entdeckt. Bereits mit sechs Jahren sang er - von seinem Bruder auf der Gitarre begleitet - auf dem Balkon der elterlichen Wohnung, mit sieben dann zum ersten Mal auf einem Zeltplatz. Später begann er, Gitarren- und Gesangsunterricht zu nehmen und selbst Texte zu schreiben.

Nach der Schule ging Samuel auf eine Berufsschule für Zahntechnik. Den Sommerurlaub verbrachte er weiterhin in Ligurien, und nachdem seine Strandauftritte, bei denen er Beatles-Songs sang und sich selbst mit der Gitarre begleitete, immer beliebter wurden und ihn zum Star des Küstenortes machten, lernte er zwei Turiner kennen, die noch einen Sänger für ihre Band Dominus suchten, eine klassische Gemeinde-Band, die fast jeden Samstag Auftritte im kirchlichen Jugendzentrum hatte, zu denen teilweise bis zu 500 Gläubige kamen. Ein Jahr später stieß dann auch Boosta zur Band, und alle fünf Bandmitglieder schrieben sich einige Zeit später im Turiner Jazz-Zentrum ein, wo Samuel 5 Jahre lang eine Gesangsausbildung absolvierte. Samuel begann auch ein Biologie-Studium an der Universität in Turin, doch dann entschied er sich, das Studium abzubrechen und in der zahntechnischen Praxis seines Bruders zu arbeiten. Aber auch das füllte ihn nicht aus. Er wollte sein Leben völlig der Musik widmen. Seine Eltern zeigten Verständnis, überredeten Samuel jedoch, wenigstens sein Studium fortzusetzen. So wechselte er vom Institut für Biologie zur Fakultät der Geisteswissenschaften.


Nachdem sich durch den Weggang des Dominus-Drummers Samuels erste Band auflöste, gründete er mit Boosta, zwei Chorsängerinnen und Ninja, den sie aus dem Jazz-Zentrum kannten, die Hisonz Street Band (später zu Hisonz verkürzt), die nach der Straße von Boostas Wohnviertel benannt ist, die damals den Lebensmittelpunkt der Jungs bildete: Via Isonzo. Der Besitzer des Proberaums bot der Band sogar an, ein Album aufzunehmen, aber daraus wurde nichts, weil sich Besitzer und Band noch vor der Fertigstellung des Albums überwarfen. Zur gleichen Zeit gründete Samuel zusammen mit drei anderen Musikern die Grunge-Band Malaventura und ließ sich von der Psychedelic-Rockband Pornodrome als Sänger engagieren, mit der er sogar zwei Demos aufnahm, und die fast 10 Jahre später Protagonist des gleichnamigen Films von Beniamino Catena werden sollte, für den Samuels zukünftiges Musikprojekt Motel Connection auch den Soundtrack beigesteuert haben wird.

Doch zurück zum Anfang der 90er Jahre:
Zwischen 1992 und 1993 probte Samuel also mit drei Bands gleichzeitig, doch ein Jahr später war genau das Gegenteil der Fall: die Grunge-Band Malaventura hatte sich aufgelöst, ebenso die Gruppe Pornodrome, da deren Bassist Daniele zu Marlene Kuntz gewechselt war, die Hisonz gab es auch nicht mehr, denn Boosta und Ninja waren mit den Funkrockern Karamamma auf Tour. So lebte Samuel eine Weile bei seiner Freundin in Portugal, und als er nach Turin zurückkehrte, gründete er mit ein paar alten Freunden die Coverband Amici di Roland, die Melodien berühmter Zeichentrickserien wie z.B. Mazinga Z, Conan, Die Schlümpfe und Heidi in witzigen Ska-, Punk- oder Hardcoreversionen zum Besten gab. Der Bandname (zu dt.: Rolands Freunde) entstand, als Samuel vom Church of Violence-Sänger Gigio eines Abends irrtümlich "Roland" genannt wurde. Mit den Amici di Roland schafften Boosta und Samuel es dann auch, ihr erstes Album zu veröffentlichen, ein Livealbum, das beim Auftritt der Band im Centro Sociale Murazzi in Turin, in der Disco Babylonia in Biella und vor 2.000 Leuten im Salone della Musica im Turiner Stadtteil Lingotto aufgenommen wurde. Die Plattenfirma EMI hatte den 7 Musikern vorher für die Aufnahme eines Studioalbums sogar richtig viel Kohle und Promotion angeboten, aber die Band schlug das Angebot ab - sie wollte weder in auf Kommerz ausgerichtete, verlogene TV-Sendungen eingeladen werden noch auf ihre Liveauftritte verzichten. Letzteren ist es auch zu verdanken, dass Samuel Max kennenlernte. Während eines Auftritts im Turiner Club Hiroshima Mon Amour arbeitete Max dort nämlich als Tontechniker und kontaktierte Samuel daraufhin, um ihn für sein neues Musikprojekt zu gewinnen.

Nur zu covern wurde Samuel und Boosta dann auch bald zu langweilig, so dass sie die Coverband Amici di Roland verließen und wieder begannen, Songs zu schreiben, diese probten und auch hier und da bei einigen Auftritten zum Besten gaben. Einige Zeit später begann Samuel dann ernsthaft, sich dem neuen Projekt von Max zu widmen. Die zwei schrieben Songs und probten sie im Tonstudio Casasonica. Da Samuel sich jedoch ein bisschen von Max eingeschüchtert fühlte, weil dieser so viel mehr Ahnung und Erfahrung in Sachen Musikproduktionen besaß als er selbst, holte er eines Tages seinen vertrauten Freund Boosta hinzu. Zu dritt verbrachten sie dann ganze Tage und Nächte im Tonstudio. Und als schließlich auch noch Ninja und Pierfunk zur Band stießen, waren Subsonica vollzählig.

Während der Schaffenspausen von Subsonica widmet sich Samuel auch heute noch zwei weiteren Musikprojekten. So gründete er zu Beginn des neuen Jahrtausends zusammen mit Pierfunk und DJ Pisti die Elektro-Band Motel Connection, mit der er 2004 im Rahmen der Berlinale sogar im Haus der Kulturen in Berlin spielte (die Film Commission Torino Piemonte hatte diesen Auftritt ermöglicht), und im Jahr 2003 zusammen mit DJ Pisti das House-Duo Krakatoa.