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Blei
Blutflecken, sonnige Tage,
die Finger auf dem Asphalt, die Waffe schon geladen.
Junges Leben in dünnem Gips,
alles endet, in der Erde bleibt nur der Abdruck.
Fußsoldaten und Mitläufer, Kriegsschauplatz des Todes,
die Ware ist im System die einzige Regel.
Alles zu riskieren und nichts zu sein
im dunklen Bösen, das jegliches Erbarmen fortreißt.
Die Luft ist schwerer als je zuvor,
wenn uns ein Gespenst die Luft zum Atmen raubt,
wenn die Zukunft nur Blei auf diesen Städten ist
unter einer Kuppel, die die Normalität zu sein scheint.
Die Luft ist schwerer als je zuvor
und brennt so sehr, dass die Luft zum Atmen fehlt.
Zu viel Schweigen im Zement, der bereits blutet,
zu viele Hoffnungen im Visier, das nun glänzt.
Wenn ein Traum nicht einmal den Morgen erreicht,
wenn die Illusionen Abfälle der Menschlichkeit sind,
wie soll man dann ein Verb im Futur konjugieren,
wenn die Zukunft nur ein Vertrag mit der Finsternis ist?
Auf einer Erde aus Sonne und Gift
gibt es ein von Dämonen heimgesuchtes Paradies,
gefürchtete Gespenster mit Vor- und Nachnamen,
die nur im Angesicht der Wahrheit zittern:
der Wahrheit des Mutes derer, die der Dunkelheit misstrauen,
der Wahrheit derer, die sie aufschreiben, um ihre Wirklichkeit anzuprangern,
die kriechenden Seelen, die den Alptraum schützen
unter dem Geleit eines Morgens, der verglühen wird.
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